Pfarrkirche Haimingerberg
Expositurkirche zu Unserer Lieben Frau Mariä Heimsuchung
In der weit verstreuten Bergsiedlung Haimingerberg (bis 1959: Silzerberg) mit sieben Weilern und sechs Einzelhöfen steht an zentraler Stelle, im Weiler Höpperg, auf rund 1.000 m Seehöhe, die Pfarrkirche.
Seit ältester Zeit wurde die Seelsorge am Haimingerberg als Aufgabe der Pfarre Silz angesehen. Eine eigene Kirche erhielten die Haimingerberger um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Am 26. Mai 1845 wurde in feierlichem Rahmen der Grundstein für den Bau gelegt. Am 10. November 1846 wurde die Kirche benediziert (gesegnet), 1848 bekam die Kirche mit dem Jesuitenpater J. Spinn ihren ersten „Expositus“, das ist ein Geistlicher, der eine Expositur leitet, d. h. eine (teil)selbständige Seelsorgestelle, die einer Pfarre angegliedert ist, bzw. sein kann. Die Expositur Haimingerberg war also gewissermaßen eine Zweigstelle der Mutterkirche in Silz. Die Einweihung der Kirche erfolgte 1850 durch den Weihbischof von Brixen, Georg Prünster. Von 1964 bis 1999 wurde Haimingerberg von der Pfarre Ötztal-Bahnhof mitprovidiert (pfarrlich mitbetreut); seit 2014 ist die Expositur Teil des Seelsorgeraumes Haiming.
Die Pfarrkirche am Haimingerberg liegt weithin sichtbar auf einem Hügel auf 1.009 m Seehöhe.
Das Gotteshaus in Haimingerberg steht weithin sichtbar auf einem natürlichen Felshügel. An der Westseite schließt der Friedhof an und im Osten der Widum. Am 19. März 1971 wurde der Widum durch einen großen Brand zerstört und durch einen Neubau ersetzt. Die Kirche im spätklassizistischen Stil hat an der Südseite einen Turm, der 27 Meter in die Höhe ragt und mit einer Biedermeierhaube mit Laterne bedeckt ist.
Die Kirche Haimingerberg ist dem Fest Mariä Heimsuchung geweiht, das am 2. Juli mit einem Pfarrfest gefeiert wird.
Renovierungen an der Pfarrkirche wurden in den Jahren 1923/24, 1953, 1955 und 1968 vorgenommen, 1994 folgte eine größere Innenrenovierung. Im Jahr 2019 wurden an der Pfarrkirche Haimingerberg wieder größere Renovierungen fällig. Dach, Fassaden und Kirchenvorplatz wurden saniert bzw. neugestaltet.
Zuletzt wurde die Marien-Kirche im Jahr 2019 außen restauriert, dabei wurde auch der Vorplatz neu gestaltet. Das Krichenpatrozinium wird jährlich mit einem Pfarrfest am 2. Juli gefeiert.
Die Pieta (Kranewitter, 1949) steht im Vorraum der Kirche - rechts in der Nische.
Historische Bilder der Pfarrkirche Haimingerberg:
Blick auf die Haimingerberger Kirche Richtung Westen, um 1900 aufgenommen.
Das wohl älteste Foto von Höpperg sowie der Pfarrkirche, vermutlich um 1900 aufgenommen.
Höpperg mit Pfarrkirche, 1965
Die Kirche mit Widum (Schule) im Jahr 1961. Bildnachweis: Foto-Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek
Blick auf Höpperg mit Pfarrkirche, Aufnahme: 1961; Nachweis: Foto-Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek
Kirche und Widum, Aufnahme: 1961; Nachweis: Foto-Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek
Bilder aus dem Innenraum der Kirche:
Blick auf das Innere der Haimingerberger Kirche im Jahr 2020. Eine Besonderheit der Kirche: Sie hat eine Nord-Süd-Ausrichtung - viele andere Kirchen sind nach Osten ausgerichtet.
Empore und Orgel in der Pfarrkirche Haimingerberg. Die Orgel wurde von Mathias Weber 1847 gebaut.
Die letzte größere Innenrenovierung der Kirche wurde 1994 durchgeführt.
Weitere Informationen über die Pfarrkirche Haimingerberg
Website des Seelsorgeraums Mittleres Oberinntal
Bericht über die Kirchenrenovierung 1994 aus dem Haiminger Dorfblattl
Weitere Bilder
Deckenfresko von Robert Gasteiger, der das Kreuzgewölbe 1994 in vier dreieckigen Bildern bemalte: Mariä Verkündigung, Geburt Christi, das Wunder zu Kana, Pieta auf Golgotha.
Hochaltar mit Volksaltar
Außenansicht 2020
Der Friedhof schließt im Westen an die Kirche an
Totenkapelle und Kriegerdenkmal
Friedhof Haimingerberg